CDU-Stadtverband Neustadt am Rübenberge

Hofrundfahrt bei Familie Beermann in Welze

Lechner: Landwirtschaftliche Förderpraxis für unsere Familienbetriebe verlässlicher gestalten

CDU-Landesvorsitzender Sebastian Lechner auf dem Hof Beermann in WelzeCDU-Landesvorsitzender Sebastian Lechner auf dem Hof Beermann in Welze

Ob konventionelle Landwirtschaft, Biobetrieb oder Direktvermarktung, die Rahmenbedingungen der Förderprogramme in Niedersachsen stellen für bäuerliche Familienbetriebe nicht selten ein Problem hinsichtlich der Verlässlichkeit dar. Oftmals sind die Programme - wie die Anlage von Blühstreifen oder die Umwandlung von Ackerland in Grünland -innerhalb der Antragsfristen schon überzeichnet, so dass die bereit gestellten Haushaltsmittel nicht für alle Antragsteller ausreichen. Direktvermarkter Arnd Beermann, der auf seinem Hof regionale Fleischprodukte aus eigener Herstellung anbietet, hat das mehrfach erfahren. „Da müssen wir besser werden“, fordert der Landtagsabgeordnete Sebastian Lechner während der Hofrundfahrt in Welze und fügt selbstkritisch hinzu, dass diese Schwierigkeiten auch in der vergangenen Wahlperiode unter Regierungsbeteiligung der CDU nicht optimal gelöst worden seien. Die Steuerung der Prozesse müsse insgesamt gerechter und planbarer werden, so dass Antragsteller rechtzeitig Investitionen kalkulieren könnten. Das sei besonders vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Anforderungen an die Landwirtschaft von entscheidender Bedeutung.

Familie Beermann wirtschaftet ganz in diesem Sinne. Von einem Tag auf den anderen hat Arnd Beermann seine konventionelle Sauenhaltung mit 600 Tieren aufgegeben und in den letzten 12 Jahren die Direktvermarktung aufgebaut. Angefangen hat alles mit seiner Leidenschaft für das Damwild, das er als Hobby gehalten hat. Inzwischen umfasst der Bestand auf der 25.000 qm großen Weide in der Gemarkung zwischen Welze und Büren 20 Muttertiere. Im Laufe der Jahre kamen schottische Hochlandrinder, Durocschweine und Geflügel hinzu. Die Tiere werden im Freiland so art- und tiergerecht wie möglich gehalten. Ein Biobetrieb sei er aber nicht, betont Beermann. Das Fleisch wird über zwei Hofläden, verschiedene Wochenmärkte und Wochenmarkt24.de ausschließlich regional angeboten. Das Interesse der Kundschaft ist groß. Die radikale Umstellung des Hofes sei eine Familienentscheidung gewesen, hebt der Landwirt hervor. „Die größte Herausforderung waren Marketing und Kommunikation. Denn die Transparenz bei der Tierhaltung und -verarbeitung sind unser Kapital. Wir stehen voll und ganz hinter unseren Erzeugnissen und haben die Entscheidung nie bereut.“

„Im Wahlkreis und auch als Fraktionsvorsitzender in ganz Niedersachsen habe ich zahlreiche bäuerliche Familienbetriebe besucht. Keiner ist wie der andere. Mich beeindruckt immer wieder, mit welcher Kreativität und Leidenschaft unsere Landwirte sichere und qualitativ hochwertige Lebensmittel produzieren und unsere Ernährung sichern. Unsere Aufgabe als Politik ist es, faire Rahmenbedingungen zu schaffen, damit unsere Landwirte auch in Zukunft existenzsichernd wirtschaften können. Einblicke in die vielfältige landwirtschaftliche Praxis sind sehr wertvoll für mich, um die Interessen von Verbrauchern und der bäuerlichen Landwirtschaft gleichermaßen in politische Entscheidungen einfließen zu lassen“, erklärt der Fraktionschef abschließend.